Muskateller vulgo Veltliner – Wie der (Grüne) Veltliner zu seinem Namen kam und warum er nicht erst im 18. Jahrhundert nach Niederösterreich importiert worden sein kann.

Von Erich Landsteiner

Seit mehr als 100 Jahren rätseln die mit solchen Fragen befassten Fachleute über die Herkunft des Grünen Veltliners, der sowohl im Hinblick auf ihr quantitatives Gewicht als auch ihre Bedeutung für den internationalen Ruf des niederösterreichischen Weinbaus wichtigsten Rebsorte. Sowohl August Wilhelm von Babo, erster und langjähriger Leiter der Fachschule in Klosterneuburg, als auch Hermann Goethe, der unter anderem Wanderlehrer für Weinbau in Niederösterreich war, haben sich dazu bereits in den 70er- beziehungsweise 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts geäußert. Goethe schrieb 1884 in der „Allgemeinen Weinzeitung“: „Der grüne Veltliner, auch ‚Weißgipfler’ und unrechtmäßiger Weise ,Grünmuskateller’ genannt, ist die am meisten verbreitete Traubensorte Niederösterreichs, besonders im V.U.M.B. [„Viertel unter dem Manhartsberg“, d.h. dem Weinviertel – E.L.], welche daselbst den Hauptrebensatz ausmacht und den dortigen Weinen den Charakter verleiht. Wie diese Weißwein-Keltertraube zur Bezeichnung ‚Veltliner’ gekommen ist, konnte bis jetzt noch nicht begründet werden, da eine dem grünen Veltliner gleiche oder ähnliche Traubensorte im Valtellina nicht vorkommt. Als der Verfasser dieser Zeilen noch Weinbau-Wanderlehrer in Niederösterreich war, hat er sich lebhaft damit beschäftigt, zu erforschen, woher der grüne Veltliner stammt und warum er diese Bezeichnung erhalten hat, konnte aber keinerlei Aufklärung darüber erhalten. Man weiß nur, daß der grüne Veltliner mit dem ebenfalls in Niederösterreich verbreiteten rothen Veltliner-Varietäten, welche aber mit ersterem botanisch nicht verwandt sind, vor circa 160 Jahren nach Niederösterreich gekommen ist, sich daselbst sehr leicht und gut acclimatisierte und wegen seiner mancherlei guten Eigenschaften so schnell verbreitete, daß der meist aus Heunisch (in Niederösterreich ‚Grobe’ genannt) bestandene frühere Rebsatz sehr bald verdrängt wurde.“
Gehen wir weitere 40 Jahre in der Geschichte zurück, treffen wir auf Johann Burger (1773–1842), den wohl renommiertesten Agronomen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den österreichischen Ländern. Ähnlich wie Goethe kannte Burger aufgrund seiner zahlreichen Erkundungsreisen die Situation des Weinbaus in Niederösterreich aus eigener Anschauung. In einem 1840 in den „Verhandlungen der k.k. Landwirtschafts-Gesellschaft“ in Wien veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Beyträge zur Kenntniß des gegenwärtigen Zustandes des Weinbaues in Oesterreich“ nennt er sechs Rebsorten, die den Rebsatz in den niederösterreichischen Weinbaugebieten damals dominierten. An erster Stelle dieser Auflistung steht der „grüne Muscateller“: „Es ist im V.U.M.B. der Hauptstock, und es gibt große Gegenden, wie z. B. die Abhänge und Ausläufe des Manhartsberges, von Maissau über Röschitz, Rötz, Haugsdorf, wo man fast ausschließlich nur allein diese Traubenart in den Weingärten antrifft.“ Verfolgt man die literarische Spur des „grünen Muscatellers“ noch weiter in die Vergangenheit zurück, stößt man etwa auf einen „Unter-Österreichischen Land-Compaß“ aus dem Jahr 1673, einem frühen Beispiel einer Landesbeschreibung, als deren Verfasser ein Stefan Sixsey, Zeugskommissär der niederösterreichischen Landstände, firmiert. Sixsey nennt nur drei für den niederösterreichischen Weinbau wichtige Rebsorten: die „Groben“, die „Weißen“ und – den „Muscateller“.
Ich werde im Folgenden zu zeigen versuchen, dass „Grüner Veltliner“ lediglich eine weitere und rezente Bezeichnung für die vormals als „(Grüner) Muscateller“ angesprochene Sorte ist und dieser sich bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts in Niederösterreich nachweisen lässt. Wenn meine Argumentation stichhaltig ist, entzieht das allen bislang vorgebrachten Annahmen über einen Import der Veltliner-Reben – grün wie rot – nach Niederösterreich erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Basis.

Wie der Muscateller zum Veltliner wurde

Die Ampelographie (Rebsortenkunde) ist eine relativ junge Wissenschaft, die erst im Verlauf der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Gestalt annahm. Auch diesbezüglich hat sich der bereits genannte Johann Burger Verdienste als Autor der ersten „Systematischen Klassifikation und Beschreibung der in den österreichischen Weingärten vorkommenden Traubensorten“ (Wien 1837) erworben. Ziel war es, in den Worten Burgers, angesichts der herrschenden „Verworrenheit der Benennung der Traubenarten […] die Weintrauben überhaupt in Klassen, Ordnungen, Gattungen und Arten einzuteilen, und es auf diese Weise möglich zu machen, die Identität einer Traube, die in verschiedenen Orten unter verschiedenen Namen vorkömmt, herzustellen, die synonymen örtlichen Benennungen unter einen neuen wissenschaftlichen Namen zusammen zu fassen, und auf diese Weise die vielen Hundert von Traubengattungen auf eine wahrscheinlich sehr geringe Zahl zurückzubringen.“
Selbstverständlich hat es auch schon vorher Versuche gegeben, die Rebsortenbestände einzelner Gegenden zu beschreiben, nur folgten diese einem ganz anderen Klassifikationssystem. Der Verwalter der Herrschaft Althof Retz fügte 1664 seinem Handbuch über diese Herrschaft eine Beschreibung der in den Weingärten der Gegend vorkommenden Rebsorten bei, die so beginnt: „Die weissen Weinsteckh, so weiße Weinpör tragen, sein die aller haiglichsten. Die praun Stöck so praune Weinpör tragen, sein die pesten Stöck. Die schlechtisten sein die Kerblinger Stöckh welche gar kleine Weinpör tragen. Große plaue Weinpör sein schlechte stöckh. Khleine schwarze Weinpör sein guette stöckh. Khleine hainische Stöckh sein auch guet, das sein khleine und schön dickhe Weinpör. Raiffler sein schlechte Stöckh, kleine Weinpör […].“ Hier geht es offensichtlich nicht um eine „auf einer rationellen, auf echte botanische Kenntnisse und eine Kunstsprache gegründete“ Klassifikation, wie der Freiherr von Jaquin 1829 die sich gerade erst formierende Ampelographie in einer Sitzung der Wiener Landwirtschaftsgesellschaft definierte, sondern um den ganz praktischen Aspekt des Ertrags der einzelnen, nach äußeren Merkmalen und mit lokalen Namen benannten Reben. Damit wollten die neuen Ampelographen definitiv Schluss machen.
Burger ersann eine solche Kunstsprache, indem er die von ihm nach Blatt- und Beerenform sowie Beerenfarbe in Klassen, Ordnungen und Gattungen sortierten Traubensorten mit Namen belegte, die sich aus einen Substantiv, das auf die Namen prominenter Vorgänger der Rebenbeschreibung verweist, und einem Attribut, das häufig auf den Verbreitungsraum Bezug nimmt, zusammen setzen. Der Grüne Muskateller wird bei ihm zur „Plinia austriaca“: „Sie hat den Charakter der Pliniustraube; den Namen austriaca habe ich ihr deswegen gegeben, weil sie nur in Österreich als Keltertraube bekannt ist.“ Die Beschreibung, die er gibt, passt in allen Aspekten zum Grünen Veltliner. Den Roten Muskateller, der seinen Angaben nach am Beginn des 19. Jahrhunderts in der Gegend von Krems, Langenlois, Rohrendorf und Hadersdorf die vorherrschende Rebsorte war, belegte er hingegen mit dem Namen „Herera valtellina“. Burger erkannte auch, dass die beiden Muskateller-Arten botanisch nicht verwandt sind und schon gar nichts mit echten Muskattrauben zu tun haben, die in Niederösterreich, obzwar wenig verbreitet, umgangssprachlich schlicht „Schmeckende“ hießen. Das Attribut „valtellina“ übernahm er offenbar von dem von ihm ansonsten wegen Ungenauigkeiten und Irrtümern scharf kritisierten Autorenduo Lambert von Babo und Johann Metzger, die 1836 ihr umfangreiches Werk „Die Wein- und Tafeltrauben der deutschen Weinberg und Gärten“ in Mannheim publiziert hatten. Sie kennen einen „Roten Vältliner“, der in der Gegend von Heidelberg verbreitet gewesen und dorthin im späten 16. Jahrhundert „aus dem Vältelin im südlichen Tirol (sic)“ verpflanzt worden sein soll, und einen „Weißen Vältliner“, der „bis jetzt nur in Babo’s Sammlung vorgekommen und französischer Abstammung zu seyn (scheint)“. Die Beschreibung dieses Roten Veltliners passt zu der heute noch unter diesem Namen bekannten Rebsorte. In einer früheren Schrift über den rheinischen Weinbau (1827) nannte Metzger auch noch einen „Grünen Välteliner“ mit grünen Beeren und kahlen Blättern, hielt es aber für wahrscheinlich, „dass Boden, Lage und Alter bei Stöcken des rothen Välteliner zu dieser Veränderung führen“. Der Rebsortenname Veltliner lässt sich übrigens in Württemberg (Esslingen) und im Elsaß bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen.
Die Kollegenschaft ist nicht Burger, sondern Babo und Metzger gefolgt, obwohl die beiden ganz offensichtlich vermischten, was nicht zusammen gehört. Franz Trummer, Obergärtner und Lehrer der Gartenbau-Commission in Graz, veröffentlichte 1841 seine Ampelographie der in der Steiermark vorkommenden Rebsorten, in der er sich stark an das von Babo und Metzger propagierte Klassifikationssystem anlehnte. Eine seiner „Reben-Familien“ trägt den Familiennamen „Veltliner“. Trummer nannte, ganz wie seine Vorbilder, den Roten und Weißen Veltliner als Angehörige dieser Familie, identifiziert letzteren mit dem „Weißen Muscateller“, der in der Steiermark unbekannt und vor allem „in Österreich am Maningsberg“ verbreitet sei, und führte auch Burgers Kunstnamen „Plinia austriaca“ an. Damit war in Österreich der „Veltliner“ aus der Taufe gehoben. August Wilhelm von Babo und Hermann Goethe betitelten ihre Beiträge dann bereits mit „Die Veltliner Rebe“ beziehungsweise „Der Grüne Veltliner“. Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Autoren könnten dabei auch eine Rolle gespielt haben, denn Lambert von Babo, Gutsbesitzer und Rebensammler in Weinheim, war der Vater von August Wilhelm von Babo. In der Umgangssprache der Weinviertler blieb die alte Bezeichnung dagegen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein erhalten. Für meine Großeltern – Winzer in Ober- bzw. Mitterretzbach bei Retz – war der Grüne Veltliner noch ein „Muschkatölla“.

Seit wann gibt es den „Muskateller“ in Niederösterreich?

Am 11. Dezember 1581 schloss die Wiener Hofkammer einen Vertrag mit dem Wiener Kaufmann Jobst Croy über die Lieferung von 8000 Eimer Wein (4.640 hl) für das Proviantwesen in Ungarn ab. Der Wein war also für die Versorgung der Truppen in den Grenzfestungen entlang der Grenze zum Osmanischen Reich bestimmt. Der Vertag enthält präzise Angaben über die Herkunft der von Croy zu liefernden Weine und den Preis, den man dafür zu zahlen bereit war. Neben 3000 Eimer steirischen Weins sollte es sich um 5000 Eimer österreichischen Wein handeln, und zwar um „zway Tausent Emer guetter Haubt- und Pürgwein als Nußberger, Grinzinger, Hernalser, Gumpolßkhircher und dergleichen […], die übrigen drey Tausent Emer dürffen gleichwohl nit Pürgwein sein, sollen aber auch guette gerechte Wein und darundter nur ein Drittaill Muscateller, das übrige weiß und grob sein.“ Während der Preis des Eimers „Pürgwein“ (= Bergwein) sich auf zwei Gulden belief, zahlte die Hofkammer für die übrigen 3000 Eimer lediglich zwölf Schilling, also 25 Prozent weniger.
Die Nomenklatur als auch das Preisniveau entsprechen genau den Qualitätsabstufungen, wie sie in Niederösterreich bis ins 19. Jahrhundert üblich waren. Es wurde zwischen Berg- und Landweinen unterschieden. „Unter dem ersten versteht man den, der auf den Abhängen der Berge von Baden bis Klosterneuburg, und von der Wachau bis Krems, sowie am Bisamberg gewonnen wird; aller übrige, er mag von Weingärten herrühren, die auf Bergen, Hügeln oder in der Ebene liegen, heißt Landwein. Das charakteristische Merkmahl des Gebirgsweins ist das bekannte Bouquet, welches nur von wenigen Traubenarten: der groben (Isidora nobilis), der weißen (Virgilia austriaca), der Rießler (Isidora nobilis) und der roten Zierfahnler (Herera austrica) herrührt“, schrieb Johann Burger 1840. Wien war im 16. Jahrhundert vor allem anderen eine Weinbaustadt, und der Wiener Raum sowie die Thermenlinie bis Baden stellten das Zentrum des österreichischen Weinbaus dar, von wo jährlich große Mengen die Donau aufwärts nach Westösterreich und Süddeutschland exportiert wurden. Die Wachau und die Kremser Gegend standen, obwohl dort ebenfalls hauptsächlich die „Groben“ und „Weißen“ kultiviert wurden, in der Hierarchie bereits etwas tiefer, teilten sich aber mit dem Wiener Raum den gleichen Absatzmarkt. Der Landwein war hauptsächlich für den Konsum im Land reserviert, wurde aber auch aus dem südöstlichen Weinviertel über den Korneuburger Hafen nach Oberösterreich ausgeführt. Der Vertrag der Hofkammer mit Croy lässt den Schluss zu, dass dieser Landwein auch schon am Ende des 16. Jahrhundert hauptsächlich aus Muskateller bestand. Woher der von Croy an die Hofkammer verkaufte Muskateller genau stammte, wissen wir nicht. Ebenso wenig lässt sich heute noch feststellen, ob es sich bei diesem „Muskateller“-Wein damals um Roten oder Grünen Muskateller handelte. Die späterhin bezeugte Dominanz des Grünen Muskatellers im Weinviertel legt es aber nahe, dass es sich um letzteren handelte.

Natur- und Kulturgeschichte

Im Vorjahr ließ eine von Ferdinand Regner geleitet Forschergruppe an der Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg mit der Meldung aufhorchen, dass sie die zweite Elternsorte des Grünen Veltliners in Form eines sehr alten, aus der Zeit vor der Reblausinvasion stammenden Weinstocks in einem Weingarten im burgenländischen St. Georgen entdeckt habe. Regner und sein Team hatten bereits vorher mittels Genanalysen festgestellt, dass der Grüne Veltliner, wie viele andere Kulturreben auch, vom Traminer abstammt, aber keine genetischen Gemeinsamkeiten mit dem Roten Veltliner, der im Genpool der österreichischen Rebsorten ebenfalls eine prominente Rolle spielt, aufweist. Die zweite Elternsorte konnte zunächst nicht identifiziert werden.
Wenn ich Regner richtig verstehe, so nimmt er an, dass es sich bei dem in St. Georgen entdeckten Methusalem um eine bisher unbekannte alte Rebsorte handelt, aus der durch Kreuzung mit Traminer der Grüne Veltliner entstand und es sich bei letzterem um eine eher junge Rebsorte handelt. Jedenfalls ist die genetische Übereinstimmung zwischen dem heutigen Grünen Veltliner und dem alten Rebstock in St. Georgen sehr deutlich.
Die obige Rekonstruktion der Umbenennungen auf der Basis der zur Verfügung stehenden schriftlichen Quellen legt hingegen nahe, dass es sich beim Grünen Muskateller lediglich um eine ältere Bezeichnung des Grünen Veltliners handelt und diese Rebsorte mindest seit dem 16. Jahrhundert in den niederösterreichischen, vor allem Weinviertler Weingärten verbreitet war. Genanalysen eignen sich wunderbar zur Zertrümmerung alter, lieb gewonnener Mythen über die Herkunft von Rebsorten. Sie ermöglichen uns Einblicke in die Naturgeschichte der Reben, sagen aber nichts darüber aus, warum in bestimmten Perioden gerade eine bestimmte Sorte von den Winzern bevorzugt wurde. Wie alle Kulturpflanzen sind auch die Kulturreben gewissermaßen soziale Wesen, und es sind die Präferenzen der sie kultivierenden Menschen, die wiederum aus deren wirtschaftlichen und kulturellen Lebensumständen resultieren. Die Karriere des Grünen Muskatellers vulgo Veltliners scheint eng mit den strukturellen Veränderungen im niederösterreichischen Weinbau im Verlauf der frühen Neuzeit verbunden zu sein. Ohne dass ich das hier im Detail ausführen könnte, ist dazu zu bemerken, dass es im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts zu einer deutlichen Verschiebung des Schwerpunkts des niederösterreichischen Weinbaus in das nordöstliche Landesviertel kam. Das ging einerseits mit einer Veränderung im Hinblick auf die Absatzmärkte einher. Der Exportmarkt brach im Verlauf des 17. Jahrhunderts weitgehend zusammen, an seine Stelle trat die wachsende Nachfrage der expandierenden Haupt- und Residenzstadt des Habsburgerreiches nach billigem Konsumwein. Wien wandelte sich in dieser Periode von einem Weinproduktionszentrum zu einem Konsumzentrum. Andererseits veränderte sich die soziale Zusammensetzung der Produzentengruppen. Während der stadtbürgerliche Weinbau ins Hintertreffen geriet und die bauliche Expansion der werdenden Großstadt immer weniger Raum für Weingärten ließ, eröffnete die zunehmende Nachfrage Wiens den Weinviertler Bauern einen dynamischen Markt für das Produkt ihrer immer größere Flächen einnehmenden Weinpflanzungen. Der reich tragende, frostharte und relativ früh reifende Grüne Muskateller war dabei die von den Weinviertler Winzern bevorzugte Rebsorte.
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Erich Landsteiner ist ao. Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Die genannten ampelographischen Schriften können alle in der Österreichischen Nationalbibliothek eingesehen werden. Der Kontrakt zwischen der Hofkammer und Jobst Croy ist in Form einer Abschrift im Österreichischen Staatsarchiv, Abt. Finanz- und Hofkammerarchiv, Gedenkbücher Österreich, Nr. 136, fol. 523r-524v überliefert. Zu den Forschungen Ferdinand Regners siehe seine Beiträge im „Winzer“ (Nr. 11, Jg. 1999, S. 8-13 und Nr. 4, Jg. 2007, S. 12-15).
Quelle:VINARIA 8/2008, S. 44–47

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